Zweite Pezial-Tour im Juli 2022

Auch die zweite „Pezial-Tour“ vom 29.07 bis 31.07 war ein großer Erfolg. Sogar das Wetter hatte Erbarmen. Morgens wässerte leichter Nieselregen das Gras und ab Mittag durfte die Sonnencreme wieder ausgepackt werden. Trotz drohender Wolken und einem Regenguss auf den letzten 20 Kilometern war die Stimmung entspannt. Alle blieben auf ihrem Bike sitzen, es gab keine Pannen und das Bier schmeckte auch spätnachts noch. Nach diesen Erfahrungen in meinem ersten Jahr als Tourguide der „Pezial-Tour“ werde ich die 310 km lange Runde auch 2023 anbieten. Vielen herzlichen Dank an Henning, Dietmar, Andreas, Michael, Thomas, Rainer, Heinz, Rüdiger und Stefan. Es war mir eine Ehre.

Kleines Filmprojekt

Es ist bereits länger her, dass ich der Einladung gefolgt bin, als Nebendarsteller in einem Dokumentarfilm mitzuwirken. Der Film von Martin Kügele (Drehbuch und Hauptdarsteller) sowie Karsten Scheuren (Kamera und Schnitt) erzählt die Story eines Mannes, der aufbricht, um den Sinn des Lebens zu finden. Keine schlechte Idee. Viel Spaß beim Anschauen und herzlichen Dank dafür, dass ich kurz mitwirken durfte. Derzeit existiert leider nur ein Trailer. Der fertige Film wird wahrscheinlich in den Öffentlich-Rechtlichen zu sehen sein. Ich werde euch darüber informieren. Please stay tuned.

Hier ist der Link zum Film: https://www.clip-klap.de/crossroads

Pezial Tour Juni 2022

Gott, was habe ich gebibbert. Viele meiner Freunde hatten mir die denkbar schlimmsten Szenarien vorausgesagt. Sturm und Hagel, Rollsplitt und Wildschweine oder Teilnehmer, die ausschließlich BMW GS fahren. Nichts dergleichen ist eingetroffen. Meine erste „Pezial-Tour“, die Runde über meine 310 km lange Hausstrecke, fand vom 17. bis 19. Juni statt. Was soll ich sagen? Jungs und auch das Madel – ihr wart einfach großartig. Trotz 38 Grad Celsius habt ihr tapfer bis zum Schluss ausgehalten und selbst ein Sturz konnte die Stimmung nicht trüben. Gottseidank ist nichts passiert und das Motorrad haben wir vor Ort auch wieder fit bekommen. Herzlichen Dank an Peter, Frank, Ulrich, Jürgen, Andreas + Patricia, Martin, Bernhard und Marco. Es war wunderbar mit euch. Sorry, dass ihr so viel Sonnencreme gebraucht habt 😉

Nachruf Chris Pfeiffer

Der mehrfache Stuntriding Weltmeister Christian „Pfiff“ Pfeiffer ist tot. Ein persönlicher Nachruf.

 

In den Neunzigern sah ich beim „Tag der offenen Tür“ des TÜV Göttingen einen hageren jungen Kerl, der mit seiner Trialmaschine irrwitzige Stunts vorführte. Das Publikum feierte ihn frenetisch und nahezu jeder Biker, der ihn sah, fragte sich, wie das wohl gehen mochte, was der Kerl mit dem Motorrad anstellte. Doch es war damals nur ein Witz gegen das, was Chris später tat. 2003 war ich Redakteur bei MOTORRAD und Chris, den die ganze Welt nur Pfiff nannte, bewegte für eine Story drei Bikes auf einem Flugfeld – wieder mal am Rande der physikalischen Grenzen. Pfiff war nahbar, warmherzig, höflich, hilfsbereit und offen. Wir verstanden uns auf Anhieb. Und so saß ich einige Wochen später bei ihm daheim, um ein Porträt zu schreiben. Er, der Superstar der Enduroszene, der bis zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Mal das Erzberg-Rodeo gewonnen hatte und die Menschen rund um den Globus mit seinen Stunt-Shows zum Stauen brachte, nahm mich mit in seine private Welt. Spielte mir die Musik vor, die er gern hörte, teilte das Essen, das er liebte, integrierte mich in seine kleine Familie und sprach offen über eine sehr schwierige Zeit, die er überstanden hatte. 1999 war sein bis dato schwärzestes Jahr. Drei Unfälle, sechs OPs, eine Hiobsbotschaft: Der letzte Sturz – gebrochenes Jochbein, Handgelenk, Kniescheibe, teils zersplittert – bedeute das Karriereaus für den Sunnyboy, erklärten ihm die Ärzte. Weiterhin Sport zu treiben sei unmöglich. Chris sagte damals: „Also bin ich von Arzt zu Arzt gerannt, bis ich einen fand, der mir Hoffnung gab.“ Hoffnung! Fragt man Wikipedia, erhält man folgende Definition: Hoffnung ist eine zuversichtliche innerliche Ausrichtung, gepaart mit einer positiven Erwartungshaltung, dass etwas Wünschenswertes eintreten wird, ohne dass wirkliche Gewissheit darüber besteht.

 

Chris fand diesen einen Arzt, der ihm, den vermeintlichen Krüppel, Hoffnung gab. Und Pfiff kehrte wieder zurück ins Leben. Ein Jahr nach dem fatalen Sturz lehrte er seinem Schicksal, dass man alles erreichen kann, wenn man nur an sich glaubt und gewann das Erzbergrodeo erneut. Pfiff deklassierte die weltbesten Endurofahrer wenige Monate nach der Diagnose, für immer ein Krüppel zu sein. Und er wiederholte diesen Erfolg 2004. Überhaupt, seine Erfolge! Viermaliger Europäischer Stunt-Riding-Meister, viermaliger Stunt-Weltmeister. Unzählige gewonnene Rennen. Kaum zählbare Pokale. Er setzte neue Maßstäbe, wenn es darum ging, die Physik zu überlisten, war überaus kreativ, wenn es darum ging, neue Tricks zu finden und eroberte die Herzen seiner Fans rund um den Globus. Weil er nahbar war. Ohne Allüren. Ein Star zu anfassen. Ein Mann, der so weit oben zu stehen schien. Und dennoch seine Hand stets zu allen ausstreckte. Ich muss die Tränen niederringen, während mir all die Begegnungen mit ihm wieder präsent werden. 2011 trafen wir uns im Rahmen des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring. Ich rief ihn an, sagte, dass alle aus der crazy Autotruppe, mit der ich am Streckenrand campte, ein Autogramm von ihm wollten. Und Pfiff kam vorbei. Presste diese Auszeit in seinen übervollen Terminkalender und machte es möglich. Überhaupt! Sein Terminkalender. Der Red Bull Markenbotschafter und Extrem-Sportler zeigte seine Shows in 94 Ländern der Erde auf allen Kontinenten. 90 Auftritte pro Jahr. Keine Seltenheit. Fünf Motorräder, die gleichzeitig auf dem Weg zu irgendeinem Event in der Welt waren und koordiniert werden mussten. Keine Hürde war ihm zu hoch, kein Weg zu weit, nichts schien für ihn unmöglich. Pfiff war der Rockstar unter den Stunt-Ridern, obwohl er das Wort Stunt bis zum Schluss nicht mochte. „Ich nenne mich lieber Akrobat“, hat er immer wieder gesagt. Und sich selbst dabei nicht so wichtig genommen, wie er eigentlich war.

 

2015 hängte er den Stunt-Helm an den Nagel. Das Leben auf der Überholspur erzwang einen Zwischenstopp. Pfiff war ausgebrannt. Konnte nicht mehr. Und suchte Hoffnung. Er, der Familienmensch, mit Ehefrau und drei Kindern, hatte zum ersten Mal richtig viel Zeit für seine Lieben. Und sein Leben. Vielleicht war es diese Zeit, die ihm auf ein Mal ein Bein stellte. Vielleicht hatte er mit all seinen Erfolgen, seinen Terminen und Reisen die Dämonen der Depression bis dato verdrängen können. Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall waren sie plötzlich da und bedrängten ihn. Einen Mann, der sich die Hoffnung einst so tapfer zurückerobert hatte. Aber was tut so ein Mann, der alle nur denkbaren Erfolge erlebt, drei Kinder gezeugt, ein Haus gebaut hat und glücklich verheiratet war, wenn sich vor ihm das ruhige Meer statt wilde Berge ausbreiten?

 

Er kauft sich ein Boot. Pfiff war es – so präsentierte er sich auf den Social-Media-Kanälen bis zum Schluss – nie langweilig. Wir sahen ihn bei Instragram und Facebook, wie er mit seinen Kindern abenteuerte, wie er sich mit Elektrobikes ein Business aufbauen wollte, wie er verrückte Stunts mit seiner Honda Monkey machte. Wir sahen einen glücklichen Allgäuer im besten Alter, der beneidenswert war, weil er alles im Leben erreicht hatte. Was wir nicht sahen, war das große Zweifeln in ihm. Pfiff nahm nur noch wenige Jobs an. Und wenn er mit einer heiß gemachten Harley Sprintrennen gewann, oder sie im Anschluss in waghalsigen Drifts über die Strecke lies, staunten die Menschen wie eh und je. In den Pausen zwischen seinen Auftritten erlebte man Chris oft grübelnd, in sich gekehrt, zweifelnd. Ich hätte ihm gewünscht, dass er auch an diesem Punkt so lange einen Arzt gesucht hätte, bis er einen findet, der ihm die Hoffnung zurückgibt. Das ist nicht passiert. Manche behaupten, dass gleißendes Licht auch immer lange Schatten wirft. Es stimmt. Chris entschied sich am 12. März im Alter von 51 für den Freitod auf seinem Trainingsgelände. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Die Welt hat nicht nur einen der weltbesten Akrobaten verloren. Sondern einen Leuchtturm in tiefster Nacht. Mach’s gut, mein Freund. Danke, dass du da warst.

Das verflixte 1. Mal

Liebe Freunde und Fans, ich möchte euch heute eine ganz besondere Ausgabe des FUEL-Magazins ans Herz legen: Das 29. Heft unseres Motorrad-Reportagemagazins liegt am 1. Februar 2022 am Kiosk und steht ganz im Zeichen des berühmten ersten Mals. Egal ob zum ersten Mal besoffen Motorradfahren, im Krankenhaus landen, als Jugendlicher über die Alpen reisen oder Weltmeisterin werden – wir haben große Gefühle eingefangen und möchten sie mit euch teilen. Auf 90 Seiten und in 16 Storys dreht sich alles ums 1. Mal. Mir hat es sehr viel Spaß bereitet, diese Ausgabe zu produzieren. Ich hoffe, ihr habt genau so viel Spaß beim Lesen.

Ausgebucht !

Liebe Leute, ich glaube das jetzt nicht. Wahnsinn, aber alle freien Plätze für die „Pezial Tour 2022“ sind innerhalb von nur sechs Stunden vergeben worden. Herzlichen Dank! Ich freue mich darauf, mit Euch anzustoßen und Euch kennenzulernen. Das Ganze erinnert mich an eine von den Arai-Präsentationen, bei denen der Hersteller ein Mal im Jahr um Mitternacht die jeweilige Isle of Man TT-Collection in limitierter Auflage freischaltete. Die 500 Helme waren meist innerhalb von wenigen Stunden vergriffen. Danke für euer Vertrauen. Ich fühle mich geehrt. Da immer noch Nachfragen eintrudeln, werde ich versuchen, noch einen weiteren Termin in 2022 zu realisieren. Sofern das klappt, wird die Buchungs-Option auf meiner Internetseite wieder freigeschaltet werden. Nochmals herzlichen Dank an alle!

PEZIAL TOUR 2022

Liebe Fans und Freunde, irgendwann sollte man der Pandemie die kalte Schulter zeigen, das Leben muss weitergehen. Bereits von zwei Jahren hatte ich in der letzten Auflage meines Bestsellers FUEL FOR THE SOUL darauf hingewiesen, eine geführte Tour anzubieten. Dann kam die Pandemie und wie ihr alle wisst, war nichts auf einmal richtig planbar. Doch es muss weitergehen und so geht mein Pilotprojekt „Pezial Tour“ in 2022 endlich an den Start. An zwei Wochenenden offeriere ich jeweils maximal 9 Motorradfahrern ein ganz spezielles Event. Näheres findet ihr hier auf meiner Homepage. So viel sei allerdings verraten: Es wird viel gelacht, viel gestaunt, viel gefahren und gut gegessen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein.

Goodbye 2020

Liebe Freunde, Fans und Kunden. Das Jahr 2020 liegt hinter uns. Für viele von uns war es ein Jahr der Einschränkungen und Entbehrungen. Und eins neuer Erfahrungen. Vielleicht der, dass man viele Dinge doch von daheim aus erledigen kann. Oder man weniger zum Leben braucht als gedacht. Doch egal wie positiv ich es mir auch zurechtbiegen möchte – die Reduzierung von sozialen Kontakten und der Restaurant-Shutdown belasten mich am meisten. Ich kann nur hoffen, dass die Pandemie bald ein Ende hat und wir das „normale“ Leben fortführen können. An dieser Stelle möchte ich mich bei euch für die Treue über all die Jahre bedanken, dafür, dass ihr Bücher von mir kauft und vor allen auch für euer Feedback. Mich freut es ungemein, wenn meine Zeilen ein Lachen ins Gesicht schnitzen, dann war die Mühe nicht umsonst. 2020 lief alles chaotisch ab. Buchsendungen waren vor Weihnachten mitunter unglaubliche 5 Wochen unterwegs. Mehrmalige Nachfragen und Beschwerden beim Kundenservice der Post endeten immer mit der Corona-Ausrede. Das hat es in all den Jahren, in denen ich Bücher versende, noch nie gegeben. Ich möchte mich bei euch, liebe Freunde, Fans und Kunden herzlich für euer Vertrauen und die Geduld bedanken. Kommt gut rein ins Neue Jahr und bleibt gesund. Vielen Dank und herzliche Grüße, Rolf Henniges

Debakel Versand

Liebe Leute, bitte beruhigt euch. Ich kann wirklich nichts dafür, dass die Deutsche Post Buchsendungen vor Weihnachten einfach liegen lässt, beziehungsweise den Transport nicht priorisiert. Überlegt bitte mal, warum das so sein könnte… Wenn man Versandriesen wie Amazon ständig unterstützt, werden sie immer mächtiger. Dies führt dazu, dass diese Riesen den Dienstleistern wie der Post einfach die Pistole auf die Brust setzen und sie zum rechtzeitigen Ausliefern zwingen. Da die Post vor Weihnachten sowieso überlastet ist und in diesem Jahr noch den Bestellansturm wegen der Corona-Schließung wuppen muss, stehen kleine Versender wie ich nicht gerade oben auf der Prioritätsliste. Ich habe jede Buchbestellung noch am Tag des Zahlungseingangs abgeschickt, in den letzten zwei Wochen habe ich die Bücher sogar in die nächstgrößere Stadt gebracht, weil die Postfiliale hier vor Ort nicht vertrauenswürdig erschien, beziehungsweise weil dort Schnarchnasen beschäftigt sind. Mehr kann ich wirklich nicht tun. Ich wünsche allen eine Frohe Weihnacht, auch wenn das bestellte Buch nicht unter dem Baum liegen sollte. Und glaubt mir bitte: Mich ärgert das mindestens genauso wie euch. Vielleicht sogar noch mehr.

Weihnachtszeit, Wartezeit.

Am liebsten möchte ich der Deutschen Post eine Rüge erteilen. Warum? Weil sie mit zweierlei Maß misst. Der Versandriese Amazon wird bevorzugt behandelt. Das alles wäre nicht schlimm, wenn die Menschen nicht dadurch verwöhnt worden wären. Jeder erwartet nämlich, dass die heute bestellte Lieferung morgen im Briefkasten steckt. Das kann ich leider nicht gewährleisten. Ich verschicke zwar stets nach Zahlungseingang, bei Paypal noch am selben Tag, bei Vorauskasse sofort bei Buchungseingang. Doch was dann passiert ist das Messen nach zweierlei Maß. Die Deutsche Post selbst schreibt dazu: … können eine Postlaufzeit von bis zu fünf Werktagen haben, da Büchersendungen gegenüber anderen Versandformen nachrangig behandelt werden. Zum Thema nachrangig möchte ich noch anfügen, dass sich der Versandpreis pro Buch von 2014 mit nur 1,00 Euro innerhalb von sechs Jahren auf jetzt 1,90 Euro nahezu verdoppelt hat. Und das, ohne die Leistung anzupassen. Also, liebe Freunde und Fans, liebe Kunden – Bitte habt Geduld. Kein Paket bleibt bei mir liegen. Es liegt am/beim Dienstleister, der Deutschen Post.